Katholische Kirche in Oberösterreich
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Wärmer, heller, kommunikativer: Die Pfarrkirche St. Konrad in Linz wurde von der renommierten Künstlerin Maria Moser neu gestaltet

Am gestrigen ersten Adventsonntag wurde der neu gestaltete Innenraum der Pfarrkirche St. Konrad in Linz von Bischof Maximilian Aichern gesegnet. Nach einem intensiven Prozess innerhalb der Pfarrgemeinde wurde der Kirchen-Innenraum im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils wärmer, heller und kommunikativer gestaltet. Die oberösterreichische zeitgenössische Künstlerin Maria Moser gestaltete den Altar, die Sedes, den Ambo, das Taufbecken und ein Glasfenster neu. Damit zeigen die Diözese und die Pfarre wie wichtig moderne Kunst in der Kirchengestaltung ist.

Altarraum St. Konrad Foto: Pfarre St. Konrad
Altarraum St. Konrad Foto: Pfarre St. Konrad


II. Vatikanum verwirklicht
Bei der Wiedereröffnung der St. Konrad-Kirche am Froschberg in Linz sagte Altbischof Aichern in seiner Predigt: „Dieses Gotteshaus ist vor 45 Jahren geweiht worden, weil die wachsende Bevölkerung am Froschberg eine Kirche brauchte und wollte. Die neue  Altarraumgestaltung verwirklicht die Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils sichtbar - die Gemeinde kann nun nahe mitfeiern. In Freud und Leid ruft der Mensch zu Gott - es ist aber nicht gleichgültig, wo man betet. Der neue Altarraum macht die Kirche heller, freundlicher, einladender hinein zu gehen, zu beten und die Gemeinschaft in der Hl. Messe spüren.“

Pfarrer Dr. Walter Wimmer freut sich, dass die Künstlerin Maria Moser aus dem Künstlerwettbewerb als Siegerin hervorging. „Die künstlerische Gestaltung der liturgischen Orte durch Maria Moser zielt gerade auch im Material des Glases auf eine Transparenz ab, die diese in ihrem Symbolverweis auf die Gegenwart Gottes erscheinen lässt.“

Die Kirche wurde durch neue Heizsysteme wärmer und durch neue Lichtquellen - wie ein von Moser gestaltetes Fenster zum Thema Erlösung heller.
Die Distanz zwischen Altarraum und Kirchenbänken wurde durch die Neugestaltung des Altarraumes im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils um Vieles kommunikativer.

Glas und Spiritualität
Maria Moser realisierte gemeinsam mit Architekt Vinzenz Dreher und der Glaswerkstätte des Stiftes Schlierbach eine künstlerisch herausragende Innenraumgestaltung.
Der Altar lässt durch milchiges Glas Kreuzskulpturen durchblicken. Inhaltlich wurde hier das „Geheimnis des Glaubens“ umgesetzt.
Das Glasfenster zum Thema Erlösung war für Maria Moser eine große Herausforderung, aber auch ein ergreifendes spirituelles Erlebnis. „Ich bin durch diese Arbeit auch persönlich und in meiner künstlerischen Entwicklung ein Stück weitergekommen“, sagt Moser, „beim Arbeiten am Fenster habe ich Erlösung auch körperlich gespürt“. Das Arbeiten auf Glas war für Moser neu: „Weg von meinem Atelier war es eine Herausforderung den Entwurf 1:1 umzusetzen.“

Das Taufbecken hinter dem Altarbereich soll ein Schiff symbolisieren, das Schiff der Gemeinde. Auch hier eine herausragende Umsetzung des spirituellen und liturgischen Inhaltes.

Sakralraum spiegelt oö Kunstlandschaft
MMMag. Hubert Nitsch, Kunstreferent und Diözesankonservator der Diözese Linz betont die besondere Rolle der Diözese Linz innerhalb der Österreichischen Kirche: „Der oberösterreichische Sakralraum bildet in seiner Ausstattung auch die oberösterreichische und österreichische KünstlerInnenlandschaft ab. Kirche ist und bleibt ein wesentlicher Kulturfaktor und trägt nicht nur durch Seelsorge zur Gestaltung unserer Gesellschaft bei.“

Erlösungsfenster Maria Moser Foto: Pfarre St. Konrad
Erlösungsfenster Maria Moser Foto: Pfarre St. Konrad
Festgottesdienst mit Bischof Aichern Foto: Keimelmayr
Festgottesdienst mit Bischof Aichern Foto: Keimelmayr
Künstlerin Maria Moser
Künstlerin Maria Moser
v.l: Andreas Janschek MBA, Dr. Walter Wimmer, Maria Moser, Arch. Vinzenz Dreher, MMMag. Hubert Nitsch
v.l: Andreas Janschek MBA, Dr. Walter Wimmer, Maria Moser, Arch. Vinzenz Dreher, MMMag. Hubert Nitsch

Linz St. Konrad

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